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Low Carb und Low Fat Diäten ADE!

Wir sollten nicht  das Gesamtfett reduzieren, sondern im Rahmen einer ausgewogenen kalorienbewussten Ernährung die richtigen Fette essen. Eine Obergrenze für Gesamtfett würde zwangsläufig auch die Zufuhr gesunder ungesättigter Fettsäuren drosseln.
Für den Wegfall der Fettgrenze plädieren auch Dr. Dariush Mozaffarian und Dr. David Ludwig aus Boston (JAMA 2015; 313: 2421). Es werde Zeit, so die Ernährungsexperten, den Leuten zu erklären, dass eine fettarme Ernährung keine Vorteile für die Gesundheit bringe. Im Gegenteil sei es sogar hilfreich, mehr als 35 Prozent der Kalorien in Form gesunder Fette aufzunehmen.


Hätten Sie's gewusst? Sie da draußen, wo sie sich zutode hungern und von einem Jojo in den andern fallen?

Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ihre evidenzbasierte Leitlinie 2015 den neuen Erkenntnissen angepasst. Sie sieht "wahrscheinliche Evidenz" für einen "fehlenden Zusammenhang" zwischen Gesamtfettzufuhr, also dem Fettanteil der Nahrung, und dem Risiko für Typ-2Diabetes, koronare Herzkrankheit, Schlaganfall, Krebs und Adipositas.
Zudem stehe die Cholesterinzufuhr mit "wahrscheinlicher Evidenz" in keinem Zusammenhang mit den Konzentrationen von HDL-Cholesterin und Triglyzeriden im Plasma.

Der Anteil gesättigter Fettsäuren an den Tageskalorien soll unter 10 Prozent, an Zuckerzusätzen maximal 10 Prozent betragen.

Was schließt der Leser nun daraus, nach dieser ihn verwirrenden Botschaft?

"Low fat", "low carb", "high fat", "high carb", viel Protein, wenig Protein, Cholesterin adé oder auch nicht; es gibt keine ernährungsphysiologische "Sau", die nicht schon mal durchs Dorf getrieben wurde.

Wenn ich durch einen riesigen Supermarkt hier in der Umgebung Günzburgs  gehe, weil es dort den frischesten Fisch, die beste französische Käseauswahl und u. a. Bio-Frischeprodukte gibt, fällt mir bei den Einkaufsgewohnheiten meiner Mitbürger und potenziellen Patienten immer wieder auf:

Der schnelle Griff zu Fertigprodukten und -Mahlzeiten, zu vorfabriziertem und weiterverarbeitetem "Convenience-Food", zu gezuckerten, Glucose-, Fruktose- und Kohlenhydrat-angereicherten, übersalzenen, extrem fettigen und Kalorien-lastigen Speise- und Getränkeangeboten.

Über 90 Prozent des deckenhoch gestapelten Angebotes ist für eine gesunde ausgewogene Ernährung völlig ungeeignet. Dennoch gibt es eine direkt proportionale Beziehung zur Füllung des Einkaufswagens speziell mit diesen Produkten und dem Bauchumfang der Menschen und ihrer Kinder, die selbigen zur Kasse schieben.

Ist der "Input" höher als der "Output", lassen sich das aktuelle Körpergewicht und der Bauchumfang nicht halten. Je mehr ein Nahrungsmittel industriell be- und verarbeitet ("processed nutrition") oder angereichert bzw. aromatisiert wurde, desto schädlicher ist meist sein Konsum.  

Nüsse
haben ungesättigten pflanzlichen Fettsäuren. Diese und Olivenöl wurden in der Studie von R Estruch et al. ["Primary prevention of cardiovascular disease with a Mediterranean diet"] frei Haus geliefert [NEJM 2013; 368: 1279]. Es wurde eine signifikante Senkung des kardiovaskulären Risikos bei der Primärprävention von spanischen Patienten mit weniger ausgeprägten Grundkrankheiten um bis zu 30 Prozent niedrigeren Risikoprofilen erreicht. 

Reine Milch- und Milchprodukte o h n e industrielle Zusätze (Voll-Milch, Butter, Rahm, Sahne, Sauermilch, Quark, Joghurt, Kefir etc.) haben k e i n e signifikant erhöhten Risiken. Entscheidend sind Lebensmittelzusätze und mit hohem Milchfettkonsum parallel e i n h e r g e h e n d e schlechte Ernährungsgewohnheiten.[Quelle] 

Was essen wir nun?
Nüsse, Olivenöl, keine "low" Produkte, Milch- und Milchprodukte o h n e industrielle Zusätze,gesättigter Fettsäuren an den Tageskalorien unter 10 Prozent,


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