Dr.med.Angelika Demel - Dr.med.Werner Demel  - Allgemeinmedizin und Psychotherapie
RSS

Geliefert von FeedBurner


Kategorien

ADHS
Allgemeinmedizin
Alter
Borderlinestörung
Diabetes
Endokrinologie
Ernährung
Gesundheit
Infektionen in der Medizin
Juristische Fragestellungen
Kinder
Kinder- und Jugendpsychotherapie
Krebserkrankung
Leben
Medizin und Internet
Neurologie
Pädophilie
Persönlichkeitsstörungen "Gaslighting" (Narzisstische Mütter)
Philosophie
Politik in der Medizin
Praxisalltag
Psychiatrie
Psychotherapie
Schule
Schwangerschaft
Schwangerschaft und die Angst der Schwangeren
Was Psychotherapie nicht ist
Weihnachten
Wochenende

Archive

März 2017
Dezember 2016
August 2016
Juli 2016
Mai 2016
Dezember 2015
Oktober 2015
September 2015
Juli 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Dezember 2014
November 2014
September 2014
Juni 2014
April 2014
Februar 2014
Dezember 2013
November 2013
September 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012

erstellt von

Mein Blog

Prostatakrebs: Lieber abwarten statt operieren

Soll beim Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom operiert, bestrahlt oder "nur" aktiv überwacht werden? Neuen Diskussionsstoff liefert die deutsche Versorgungsforschungsstudie HAROW.
Eine neue Versorgungsstudie deutet darauf hin, dass eine aktive Überwachung beim Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom unter den Bedingungen des deutschen Gesundheitswesens möglich und sicher ist. Wird in Deutschland viel zu viel operiert?
Die beim Kongress der European Association of Urology in Stockholm präsentierten Ergebnisse der HAROW-Studie wurden bereits im Vorfeld in einigen Medien thematisiert. Studienleiter Professor Dr. Lothar Weißbach hat sich jetzt zu den Details der von GAZPROM Germania unterstützten Studie geäußert.
An der HAROW-Studie nahmen 3169 Patienten teil, die in 263 urologischen Praxen in Deutschland über fünf Jahre rekrutiert wurden. Es wurden dabei keine Therapievorgaben gemacht.
Die Urologen konnten frei entscheiden, ob sie ihre Patienten mit Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom operieren ließen, ob eine Strahlen- oder Hormontherapie erfolgte oder ob eine Strategie der aktiven Überwachung (Active Surveillance, AS) gewählt wurde.
Bei der AS wurde (nach einer initialen Biopsie) alle drei Monate der PSA-Wert gemessen und rektal untersucht. Bei Verdacht auf eine Progression wurde erneut biopsiert.
Es gab allerdings keine festen PSA-Grenzwerte. Die Urologen wurden vielmehr angehalten, ihre Entscheidung über eine erneute Biopsie nicht an einzelnen PSA-Werten festzumachen, sondern den Verlauf zu beurteilen.
Jeder fünfte Patient wurde defensiv behandelt
Dies habe sehr gut funktioniert, so Weißbach. Die Urologen wählten bei jedem fünften Patienten eine defensive Therapiestrategie. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit im AS-Arm liegt bisher bei 1,84 Jahren.
Bei 38,9% der Patienten erfolgte in diesem Zeitraum eine Kontrollbiopsie. Bei 23,3 Prozent wurde sekundär doch operiert oder radiologisch therapiert. Kein Patient in der AS-Gruppe sei bisher an den Folgen des Prostatakarzinoms gestorben, so Weißbach.
In erster Linie zeigt die HAROW-Studie Weißbach zufolge, dass eine AS unter den Bedingungen der ambulanten Versorgung in Deutschland umsetzbar ist. Auch seien niedergelassene Urologen zunehmend bereit, zurückhaltende Strategien zu empfehlen.
Dennoch werde in Deutschland beim Niedrig-Risiko-Prostatakarzinom weiterhin viel zu viel operiert, so Weißbach: "Ich bin aber überzeugt, dass sich das in den nächsten Jahren drastisch ändern wird."
Weißbach erläuterte, dass es bei der HAROW-Studie nicht primär um die Effektivität der AS gegangen sei. Diese sei bei weltweit über 30.000 Patienten gut belegt.
"Patienten mit Niedrig-Risiko-Karzinom sterben nicht an, sondern mit ihrem Karzinom", so Weißbach. Entscheidend sei, Patienten mit hohem Risiko herauszufischen.
Die Erfahrung aller bisherigen AS-Studien sei, dass diese Patienten in den ersten zwei Jahren demaskiert würden. Deswegen sei die hohe Konversionsrate in der HAROW-Studie auch nicht überraschend.
In weiteren Auswertungen soll geklärt werden, ob die erwartete Stabilisierung der verbleibenden Patienten bei längerer Nachbeobachtung auch eintritt.(Quelle)

0 Kommentare zu Prostatakrebs: Lieber abwarten statt operieren:

RSS-Kommentare

Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
E-Mail-Adresse: (Erforderlich)
Homepage:
Kommentar:
Machen Sie Ihren Text größer, fett, italic und mehr mit HTML-Tags. Wir zeigen Ihnen wie.
Post Comment