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ADHS bei Erwachsenen

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In den letzten Jahren hat sich die wissenschaftliche Erkenntnis durchgesetzt, dass sich ADHS häufig nicht auf das Kindes- und Jugendalter beschränkt. So konnte in Studien gezeigt werden, dass die Erkrankung bei der Mehrzahl der Betroffenen bis ins Erwachsenenalter fortbesteht. Die Therapieoptionen für ADHS im Erwachsenenalter steckten dagegen bisher buchstäblich noch in den Kinderschuhen. Mit der Zulassung von Atomoxetin als erstes Nicht-Stimulanz für den Therapiebeginn im Erwachsenenalter steht jetzt in Deutschland eine weitere medikamentöse Behandlungsoption zur Verfügung.
Gerade im Erwachsenenalter kann ADHS zu signifikanten Beeinträchtigungen in mehreren Lebensbereichen führen, die es vielen Betroffenen schwer machen, Stabilität in ihren Alltag zu bekommen. So kommt es bei der Mehrzahl der Erwachsenen mit ADHS zu Ausbildungsdefiziten und beruflichen Problemen. Fast ein Viertel der Betroffenen hat Probleme mit sozialen Beziehungen und bei ca. 40 Prozent wirkt sich die Erkrankung negativ auf die psychische Gesundheit aus. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko für komorbide psychiatrische Störungen, insbesondere Suchterkrankungen.
Vor diesem Hintergrund wird deutlich, wie groß der Bedarf an adäquaten Therapiemöglichkeiten für Erwachsene ist. Dies gilt insbesondere, da ein Fortbestehen der Erkrankung über das Kindes- und Jugendalter hinaus keinesfalls die Ausnahme ist. So konnte gezeigt werden, dass bei ca. 60 Prozent der Betroffenen ADHS bis ins Erwachsenenalter persistiert. Schätzungen zufolge beträgt die Häufigkeit der Erkrankung bei Erwachsenen weltweit ca. 3,4 Prozent. Für die psychiatrische ambulante Versorgung gehen Studien aus England, Irland und Mexiko sogar von einer Prävalenz von bis zu 24 Prozent aus.
 
Atomoxetin als neue Behandlungsoption
 
Eine medikamentöse Therapie wird je nach Ausprägung der ADHS-Symptomatik neben verhaltenstherapeutischen und psychosozialen Interventionen von den Behandlungsleitlinien der Fachgesellschaften als Teil eines multimodalen Behandlungskonzepts gefordert.
 
Seit April 2011 kann für die Behandlung von Erwachsenen ein Methylphenidat-Präparat eingesetzt werden. Mit Atomoxetin steht jetzt das erste und einzige Nicht-Stimulanz für eine pharmakotherapeutische Behandlung im Erwachsenenalter zur Verfügung.
 
Bereits seit Dezember 2004 ist Strattera in Deutschland zugelassen für die Behandlung von ADHS bei Kindern ab sechs Jahren, bei Jugendlichen und in bestimmten Fällen für die Weiterbehandlung ins Erwachsenenalter. Als selektiver Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer ist Atomoxetin das einzige in Deutschland zugelassene Medikament für die Indikation ADHS, das nicht zur Gruppe der Psychostimulanzien zählt und somit nicht dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegt.
Mehr Stabilität im Alltag
 
Die Behandlung mit Atomoxetin führt auch bei erwachsenen Patienten zu einer deutlichen Verbesserung der ADHS-Kernsymptomatik.
 
Atomoxetin kann eine kontinuierliche Symptomverbesserung über den gesamten Tag bewirken. Darüber hinaus kann die Behandlung mit Atomoxetin die Lebensqualität und das Funktionsniveau verbessern, die auch im Langzeitverlauf aufrechterhalten werden

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